Feldsteinkirche Bliedersdorf

Die Feldsteinkirche in Bliedersdorf wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Sowohl die Kirche als auch die Gemeinde Bliedersdorf liegen in einem seit der Steinzeit besiedelten Gebiet. Man geht davon aus, dass der Kirchhügel vermutlich ein germanischer Kultplatz war. Die Kirche ist in der noch heute im wesentlichen erhaltenen Form damals neu gebaut worden. Sie hat keine Vorgängerin gehabt.

Erbaut wurde die Kirche im Jahre 1234, nach dem Sieg über die Stedinger Bauern, an denen auch Iwan von Bliedersdorf teilgenommen hat. Die dazu nötigen Mittel hatte er aus der Verteilung der Kriegsbeute erhalten. Zudem war er zum Ritter geschlagen worden. Als Zeichen der Dankbarkeit ließ Iwan von Bliedersdorf dann auf dem Hügel die romanische Feldsteinkirche erbauen.

Im Kirchinneren sind die Feldsteinwände dünn verputzt. Der mittelalterliche Blockaltar mit Aufsatz stammt aus dem Jahr 1587, die Kanzel aus dem Jahr 1622 und das Taufbecken aus dem Jahr 1696.


Liebfrauenkirche Horneburg

Die Liebfrauenkirche, deren Stifter die Horneburger Burgmänner waren, wird 1396 erstmals erwähnt. Nachdem sie im 30jährigen Krieg völlig zerstört wurde, haben ihre Patrone die Kirche 1632 wieder auf- und seit 1670 unter Mithilfe der Horneburger mehrfach umgebaut und nach Süden erweitert. Bereits 1729 baufällig, wurde sie auf den alten Grundmauern erneuert und erhielt 1739 einen neuen Westturm. Vor der Orgelempore hingen früher die Wappen ihrer Stifterfamilien. Die Orgel selbst und ihr schöner Prospekt von 1755 wurde im Jahr 2000 restauriert und um ein zweites Manual erweitert.


Gertrudenkapelle und Alter Friedhof am Vordamm Horneburg

Die vermutlich im 14. oder 15. Jh. erbaute Gertrudenkapelle außerhalb des alten Ortskerns am N-S-Fernhandelsweges, heute Vordamm, gelegen, wurde am Ende des 30jährigen Krieges abgerissen und ihr Baumaterial möglicherweise zum Wiederaufbau der Hauptkirche benutzt. Ihr Grundriß ist nach archäologischen Grabungen 1988 durch Feldsteine in der Mitte des Alten Friedhofes wieder sichtbar. Dieser kreisrunde, ursprünglich von einem Wassergraben umgebene Friedhof wurde seit dem Mittelalter in drei bis vier Schichten belegt und wiederholt mit Bauschutt der Jahrhunderte erhöht.

Die ursprüngliche Belegungsstruktur von 1790, zahlreiche alte Grabsteine und einige beachtliche Familiengrabstätten des Adels fügen sich von Bäumen überschattet zu einem sehenswerten, in unserer Gegend einmaligen, bodendenkmalgeschützten Ensemble.