Burgmannshof Horneburg

Der Burgmannshof von 1509/10 wurde durch den Auszug der Familie der Schulte von der Lühe aus der Vorburg das erste Gutshaus, das die Erweiterung des Fleckens nach Westen bewirkte. Der schlichte eingeschossige Fachwerkbau mit zweiarmiger Freitreppe und dem ihn früher umgebenden Park wurde 1985 entkernt, von Grund auf saniert und in die ursprüngliche Innengliederung zurückgebaut.

 

Heute sind in dem Gebäude das "Mehrgenerationenhaus" Horneburg, die Bücherei und der Heimatverein Horneburg untergebracht.


Gut Daudieck und alte Mühle Daudieck

Zwei Kilometer westlich von Horneburg liegt im unteren Auetal das Gut Daudieck. Das Gut war ursprünglich im Besitz der Schulte von der Lühe. Die malerisch im Wald und an einem großen Fischteich gelegene Fachwerkgebäudegruppe wird durch einen kopfsteingepflasterten Weg erschlossen. An zwei Wohnhäuser in Vierständerkonstruktion und mit pfannengedeckten Krüppelwalmdächer schließt sich ein langes, zweistöckiges Stallgebäude mit ehemals obenliegenden Gesindewohnungen an. In diesem Gebäude lohnt ein Atelierbesuch beim Künstlerpaar Donatius/Jalowczarz. Sie Malerin, er Bildhauer und Designer.

 

Die um 1600 entstandene, reetgedeckte Wassermühle im Wald 300 Meter nördlich des Gutes präsentiert sich unterhalb des Dammes vom ehemaligen Mühlenteich gelegen als Fachwerkhaus mit teilweise erhaltener Lehmausfachung. Auf das Alter der Mühle verweisen die K-Verstrebungen und Fußwinkelhölzer im überkragenden Obergeschoß. Mahlwerk und Wasserrad sind nicht mehr erhalten. Das Haus dient heute als Wohnhaus.


Rathaus und alte Apotheke Horneburg

Alte Apotheke Horneburg
Alte Apotheke Horneburg

In der Langen Straße gegenüberliegend entsprechen sich in ihrer Gliederung mit betonten Obergeschossen, Rundbogenfenstern und aufwendigen, die Gebäudefronten teilenden Eingangsgestaltungen. Das im Kern aus älterer Zeit stammende und auf der Marschseite der Straße liegende Rathaus beherbergte seit 1615 die Horneburger Posthalterei mit Ausspann. Den Eingang bildet eine säulengestützte Eingangsloggia, wie sie im Alten Land häufig zu finden ist. Das Rathaus wurde 1862 erstmals umgestaltet und verputzt. Die frühere Apotheke auf der Geestseite hat dagegen eine vorgelagerte zweiarmige Freitreppe, wie sie auch die nach 1510 erbauten Gutshäuser der Horneburger Burgmänner früher aufwiesen.