Geschichte Agathenburgs

Das Schloss Agathenburg wurde unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg durch Hans Christoph von Königsmarck am Geesthang mit Blick auf das Elbtal und in unmittelbarer Nähe zur Residenz und Verwaltungszentrale Stade errichtet. Das Dorf Lieth wurde nach Fertigstellung des Schlosses 1655 nach der Ehefrau von Hans Christoph, Agathe von Lehsten, Agathenburg genannt.

Nur drei Generationen der von Königsmarck lebten auf Schloss Agathenburg.

Die Auseinandersetzungen um den Besitz in Agathenburg zogen sich nach dem Tode des letzten direkten Erben bis zum Jahre 1740 hin. Dann erwarb das Kurfürstentum Hannover Gebäude und Ländereien.

Seit 1753 diente das Schloss jeweils dem ersten Beamten des Amtes Stade-Agathenburg als Wohn- und Amtssitz. Nach dem Ende das hannoveranischen Staates 1866 blieb das Schloss zunächst verpachtet, bis es elf Jahre später in den gemeinschaftlichen Besitz mehrerer Agathenburger Bürger überging.

1881 konnte es der Landwirt Hans Wilkens erwerben, nachdem sein Hof dem Bau der Eisenbahnlinie Hamburg-Cuxhaven weichen musste.

Ein Brand zerstörte 1921 das Schloss so schwer, dass nur noch die Außenmauern und das Kellergewölbe erhalten blieben. Den Wiederaufbau führten Hans und Sophie zum Felde durch.

Sophie zum Felde vermachte da Gebäude dem Stader Geschichts- und Heimatverein (1983), der dann das Anwesen dem Landkreis Stade überließ. Nach einer umfangreichen Sanierung wurde das Schloss Agathenburg 1991 der Öffentlichkeit als Kulturzentrum übergeben.